Oberstdorf hat gezeigt, dass alles bis zum letzten Detail stimmen muss, wenn man ganz vorne mitlaufen will. Mein grippaler Infekt eine Woche vor dem Start hat schon gereicht, um das System so zu beeinträchtigen, dass es eben nicht zu einer Top-Platzierung langt. Wenngleich Rang 7 zum Auftakt in meinen Augen immer noch eine Top-Platzierung ist. Langlauf ist halt kein Zuckerschlecken und an der Spitze geht es eng zu. Das wissen jetzt auch die Kollegen vom Fernsehen. Gerd Rubenbauer und wir haben uns ausgesprochen, fertig. Der "Rubi" hat unser Team zum Oktoberfest nach München eingeladen und wir haben da einen klugen Plan: Wir nehmen unsere Techniker mit, dann wird der Rubi arm!!! Spaß beiseite. Es war - gerade zu Beginn der WM - nicht immer einfach, mit den Medien umzugehen. Aber es war auch eine gute Schule. Das Langlauf Team war hingefallen und ist wieder aufgestanden, um zu zeigen, dass wir es doch noch können. In zwei spannenden Entscheidungen ( Staffel und Teamsprint ) haben wir zwei Silbermedaillen erkämpft und die in uns gesteckten Erwartungen erfüllt.
Einen besonderen Glückwunsch will ich an dieser Stelle noch los werden und der geht an die Kombis! Zweimal Gold, zweimal Silber - phänomenal!
Nach der WM in Oberstdorf hatte ich das Ziel den Gesamtweltcup erneut nach Deutschland, ehemals BRD und DDR ( es gab da am 09.11.1989 den Fall der Berliner Mauer und 03.11.1990 die Wiedervereinigung ), zu holen. Doch die Grippe hatte mich wieder eingeholt und das Sofa war mein zu Hause. Meine Lieblingsspeise, lecker zu bereitet von Freundin Steffi, half mir wieder auf die Beine. Wärend ich bei der Deutschen Meisterschaft in Oberhof versuchte in Form zu kommen, machten Tor Arne Hetland und Vincent Vittoz Punkt für Punkt Boden gut. Der Georgathlon von Falun war eines meiner schwersten Rennen und Vincent Vittoz zog noch einmal alle Trümpfe aus seinem Ärmel. Am Ende belegten wir im Gesamtweltcup die Plätze 1, 4 Tobi, 5 Sommi und 11 Fibsi.
Die Feier am Abend hat uns einen lustigen und schweren Staffellauf am Sonntag beschert, es stand uns auch zu die Nacht zum Tag zu machen. Denn während der Saison ist es einem Sportler oftmals vergönnt zu feiern. Ja ich hatte eine schöne Kindheit und geographisch wohnte und wohne ich östlicher und auch westlicher wie manch anderer. Mein Humor erlaubt es mir auch über Ossiwitze zu lachen, also nicht traurig sein Herr Fischer.
Jetzt werde ich den April nutzen um Familie und Freunde zu besuchen und um auszuspannen. Wenn das Wetter es zuläßt, geht's raus zum Bouldern, Klettern und Schwalbe fahren.
Bis bald Axel


